Das Schuljahr begann zwar wie immer, aber dieses Jahr sollte etwas anders werden. Ich hatte mir vorgenommen, Klassensprecherin zu werden. Am 26.09.2013 sollte die Wahl stattfinden.

 

Aber das war nicht so leicht. Frau Eigeldinger, unsere Klassenlehrerin, hat immer so „besondere" Ideen. Es konnte nur der gewählt werden, der im Vorfeld ein Wahlplakat vorbereitet hatte. Deshalb machte ich mich auch gleich im neuen Schuljahr an die Arbeit. Denn mein Plakat sollte besonders werden. Nebenbei bereitete ich auch noch meine Wahlrede vor. Meine Mutter meinte: „Schau dir doch mal die Politiker beim Wahlkampf im Fernsehen an." Eine blöde Idee! Ich verstand nichts von dem, was sie sagten und gab es auf. Ich versuchte mich zu erinnern, wie es die Schüler im letzten Schuljahr machten. Das war besser.

 

Dann war der langersehnte Tag da. Leider hatten außer mir noch 11 andere Schüler das gleiche Ziel. Doch deswegen wollte ich mich nicht entmutigen lassen. Frau Eigeldinger stellte uns auf eine Geduldsprobe. Wir mussten bis zur 3. Schulstunde warten. Dann erst sollte die Wahl stattfinden. Ich war wahnsinnig aufgeregt, aber die Zeit wollte nicht vergehen. Schließlich war es dann doch soweit – die Klassensprecherwahl.

 

Als erstes wurden die Wahlregeln besprochen, ebenso wie die Wahlgrundsätze: geheim, frei, allgemein, unmittelbar und gleich. Frau Eigeldinger freute sich, dass wir das alles noch wussten. Dann wurden alle Kandidaten aufgerufen und mussten ihre Wahlreden halten. Mit weichen Knien ging ich nach vorn und begann zitternd zu sprechen. Frau Eigeldinger nickte mir aufmunternd zu und ich wurde mutiger. Meine Klasse applaudierte mir sogar. Ich freute mich.

 

Als alle sich vorgestellt hatten und alle Fragen unserer Mitschüler beantwortet waren, bekamen wir unsere Wahlzettel. Das Beste dabei war, dass ich mich selbst auch wählen durfte. Wir bestimmten Wahlhelfer, die die Aufgabe hatten, die Stimmen auszuzählen. Dann ging es zum Wählen. Weil wir keine richtige Wahlkabine hatten, ging jeder Schüler allein vor die Tür, um sein Kreuz geheim machen zu können. Mein Herz klopfte und klopfte während der ganzen Zeit. Würde ich es schaffen? Ich wünschte es mir aber sehr. Dann kam der Moment des Auszählens. Die ersten Namen wurden vorgelesen und ich war nicht dabei. Wie konnte das sein? Die Tränen schossen mir schon in die Augen. Ich hörte schon nichts mehr um mich herum, bis Vivian rief: „Na, Kerstin, jetzt holst du aber schön auf." Mein Blick ging zur Tafel. Tatsächlich hatte ich schon 12 Stimmen. Wahnsinn!! Ich konnte es kaum glauben. Und dann kam die Frage: „Nimmst du die Wahl an?" „Ja, ja, ja...!", lallte ich nur noch.

 

Gratulation - und ich war Klassensprecherin der 6a.

 

Kerstin Gratzer

 

 

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Am Freitag, den 27.09.2013, besuchten die beiden neunten Klassen die Berufsorientierungsmesse „Berufsfit“, die vom 26. bis 28. September 2013 am Flughafen München in der Winterdiensthalle stattfand.


Auf der Messe, die heuer bereits zum achten Mal veranstaltet wurde, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich bei den 80 Ausstellern aus den verschiedensten Branchen über zahlreiche Berufe zu informieren und Betriebe aus der Region kennenzulernen. So gelang es den Schülern, im persönlichen Gespräch mit Vertretern der Firmen und Auszubildenden oder bei kleinen praktischen Arbeiten einen näheren Einblick in bestimmte Berufe zu erhalten.